Willkommen in Bahrain

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Kurzinformation

Das Königreich Bahrain besteht aus 33 Inseln, deren größte, Bahrain, sich 55 km in Nord-Süd- und, an der breitesten Stelle 18 km in Ost-West-Richtung erstreckt. Die Gesamtfläche von Bahrain ist mit etwa 750 km2 etwas kleiner als das Hamburger Stadtgebiet. Ursprünglich war Bahrain etwa 660 km2 groß; die Differenz ist durch Landgewinnung zustande gekommen.

Richtung Westen liegt in etwa 25 km Entfernung Saudi-Arabien. Die iranische Küste ist etwa 200 km entfernt (Richtung Osten). Etwa 40 km von der südlichen Spitze Bahrains entfernt liegt, in Richtung Süden, Katar. 

Auf der Insel Bahrain befindet sich die Hauptstadt Manama. Die drittgrößte Insel heißt Muharraq. Der Bahrain International Airport (BAH / OBBI) befindet sich ebenfalls auf der Insel Muharraq. Die zweitgrößte Insel (Hawar Island) liegt in Sichtweite vor der Küste Katars. Sowohl Katar als auch Bahrain meldeten Ansprüche auf dieses Gebiet an, 2001 entschied der Internationale Gerichtshof in Den Haag zugunsten von Bahrain. 

Für den Namen "Bahrain" gibt es unterschiedliche Erklärungen; plausibel erscheint die Über­setzung als "zwei Meere". Damit könnten zum einen der Golf und zum anderen das in Bahrain im relativen Überfluss (also wie ein weiteres Meer) vorhandene Süßwasser gemeint sein, das in der Geschichte auch aus unterseeischen Quellen abgeschöpft wurde. 

Diesen Süßwasserquellen ist es zu verdanken, dass Bahrain seit 5.000 Jahren kontinuierlich besiedelt war. Die Dilmunkultur begann in der Bronzezeit, also 3.000 Jahre v. Chr. und existierte bis etwa 800 v. Chr. als vom Warenverkehr zwischen dem Indus-Tal und dem heutigen Irak geprägte Handelskultur. In der Folge lösten sich Assyrer, Seleukiden, Parther und Sassaniden ab. In der islamischen Zeit wurde Bahrain von Arabern erobert und von Bagdad und Damaskus aus verwaltet. Im 13. Jahrhundert wurde es persisch regiert, 1515 von den Portugiesen erobert, im 17. und 18. Jahrhundert war es erneut persisch. 1783 wurde Bahrain von der arabischen Dynastie der Al Khalifa erobert, 1867 wurde es britisches Protektorat (1971 erklärte Bahrain seine Unabhängigkeit). 

Im Jahre 1925 wurde die Machtübergabe des damaligen Emirs Isa bin Ali an seinen Sohn Hamad bin Isa dadurch flankiert, dass die Briten auf die Einstellung eines britischen Beraters drängten. Dieser (Charles D. Belgrave) war bis 1957 in dieser Rolle tätig und führte umfang­reiche Neuerungen, insbesondere in den Bereichen Verwaltung, Erziehung und Gesundheit, ein. Diese Reformen erfuhren einen enormen Aufschwung durch den Beginn der Öl­förderung und dem damit einhergehenden Reichtum ab dem Jahre 1932. 

Bahrains stärkster Wirtschaftszweig war zuvor der Perlenhandel gewesen, der aber durch die Einführung der Zuchtperle in den frühen 20er Jahren regelrecht zusammenbrach. (Fern-) Handel gab es in Bahrain, das in der Geschichte nie in der Lage war, seine Bevölkerung aus eigenen Ressourcen zu ernähren, immer. Dabei lag, der Tradition von Tausenden von Jahren folgend, das Augenmerk zunächst auf Indien und den übrigen Golfstaaten. Die Öffnung nach Europa erfolgte relativ spät mit der Einführung der ersten kommerziellen Linienflüge der Gulf Aviation Company (heutige Gulf Air) in den 50er Jahren.

Inzwischen reicht das von Bahrain geförderte Öl (48.000 Barrel/Tag) gerade für den Eigen­verbrauch, ebenso das Erdgas, das für die Verhüttung und Meerwasserentsalzung ver­braucht wird. Hinzu kommen 220.000 Barrel/Tag, die Bahrain in Saudi-Arabien kauft, um die vorhandenen Raffinerie-Kapazitäten auszulasten. Aus dem gemeinsam mit Saudi-Arabien bewirtschafteten Abu Sa’afa Feld erhält Bahrain 50 % des geförderten Erdöls, das es direkt exportiert. 

Vier staatlich kontrollierte Unternehmen liefern etwa 50 % der industriellen Produktion: ALBA (Aluminium), Gulf Industrial Investment Company (Metalle), Bapco (Raffinerie) und Gulf Petrochemical Industries. Stärkstes und profitabelstes Standbein der bahrainischen Wirtschaft ist - nach dem Ölsektor - die weltweit viertgrößte Aluminiumschmelze ALBA, die zu 70 % in Staatsbesitz (Staatsfonds Mumtalakat) ist und bislang in jedem Jahr ihre Pro­duktion steigern konnte (2013: 912.700 t). Bis 2015 will ALBA seine Jahresproduktion auf bis zu 1,3 Mio. t / Jahr steigern. Bahrain will sich auch zu einem wichtigen regionalen Stahl­produzenten entwickeln.

Nützliche Links:

http://go.hrw.com/atlas/norm_map/bahrain.gif

www.bahrain-embassy.de/

http://www.bahraingp.com/Pages/default.aspx

www.arcwh.org