Sicherheitshinweis

Sicherheitshinweis

Die Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften in Stadtteilen bzw. Ortschaften mit überwiegend schiitischer Bevölkerung haben aufgrund des bestehenden allgemeinen Demonstrationsverbots an Häufigkeit abgenommen. In den Abendstunden und an Wochenenden kann es trotzdem gelegentlich zu verbotenen Demonstrationen und gewalttätigen Protestaktionen kommen. Eine besondere Gefahr droht dann durch Straßensperren aus Gesteinsbrocken und brennenden Reifen, die von Demonstranten kurzfristig errichtet werden. Es ist wiederholt vorgekommen, dass dadurch zum Anhalten gezwungene Fahrzeuge mit Steinen beworfen wurden. 

Reisenden wird empfohlen, die örtliche Medienberichterstattung zu verfolgen, sich umsichtig zu verhalten und Menschenansammlungen und Demonstrationen zu meiden.

In den letzten Jahren haben wiederholt gezielte Angriffe auf staatliche Sicherheitskräfte mit Steinen, Schusswaffen, sog. Molotow-Cocktails stattgefunden, teilweise mit tödlichen Folgen. Eine gezielte, unmittelbare Gefährdung der allgemeinen Bevölkerung und von Ausländern ist nicht gegeben. Besondere Vorsicht ist jedoch vor improvisierten Sprengsätzen geboten, die zur Störung des Straßenverkehrs an Straßenkreuzungen und anderen öffentlichen Plätzen abgelegt werden. Es wird empfohlen, verdächtige Gegenstände keinesfalls zu berühren oder aufzunehmen, sondern unverzüglich die nächste Polizeidienststelle (Rufnummer 999) zu informieren.

Landesweit kann es immer wieder zur Einrichtung von Sicherheitscheckpoints durch die Sicherheitskräfte, teilweise nur temporär in den Abendstunden, kommen. 

Trotz umfassender örtlicher Sicherheitsvorkehrungen können Gefährdungen durch terroristische Aktivitäten sowie Risiken über die bestehende Landverbindung nicht ausgeschlossen werden (siehe auch Reise- und Sicherheitshinweise Saudi-Arabien ).

Es wird gebeten, auch den weltweiten Sicherheitshinweis zu beachten. 

Reisende sollten in der Öffentlichkeit grundsätzlich zurückhaltend auftreten und in ihrem Verhalten auf die religiösen, kulturellen und gesellschaftlichen Traditionen Rücksicht nehmen. 

Während des Fastenmonats Ramadan ist mit größeren Einschränkungen im Alltag (z.B. tagsüber Schließung von allen Restaurants außerhalb der Hotels, auch allen Fastfood-Restaurants und Cafés, reduzierte Arbeitszeiten bei Behörden) zu rechnen. Auch wenn die Fastenregeln nur für Muslime gelten, ist es während des Fastenmonats in Bahrain auch Nichtmuslimen bzw. Ausländern untersagt, tagsüber in der Öffentlichkeit zu essen, zu trinken oder zu rauchen. Insbesondere während des Ramadan sind erhöhte Rücksichtnahme auf religiöse Gefühle und Verhaltensweisen der Bevölkerung und die Respektierung islamischer Traditionen und Gebräuche zu empfehlen. 

Im Trauermonat Muhharam (insbesondere an Ashura) ist ebenfalls Zurückhaltung geboten, vor allem als Zuschauer der Trauerprozessionen.

Wichtige Information für Reisende nach Bahrain über Doha

Seit dem 5. Juni 2017 hat Bahrain die diplomatischen Beziehungen zu Katar abgebrochen. Der Luft- und Seeverkehr zwischen den beiden Staaten ist seit 6. Juni 2017 eingestellt.

Ein Ende der Katar-Krise ist derzeit nicht abzusehen.  

Am 10. November 2017 hat Bahrain  die Visumspflicht für katarische Staatsbürger und Ausländer mit Wohnsitz in Katar eingeführt. Nach Auskunft des bahrainischen Innenministeriums besteht allerdings  seit Anfang Februar für in Katar  ansässige EU-Staatsangehörige wieder die Möglichkeit, ein Visum „on arrival“ zu erhalten. Deutschen Staatsbürgen mit Wohnsitz in Katar wird trotzdem empfohlen, aktuelle Informationen unter Bahrain eVisas abzurufen und vor Reiseantritt ein Visum für Bahrain zu beantragen, siehe auch Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige

Reisende über Doha nach Bahrain werden dringend gebeten, sich vor Beginn der Reise mit den jeweiligen Fluggesellschaften in Verbindung zu setzen und ihre Flüge gegebenenfalls umzubuchen sowie diese Reise- und Sicherheitshinweise aufmerksam zu verfolgen.

Die Botschaft möchte Sie ferner auf die Möglichkeit der Aufnahme in die Krisenvorsorgeliste der Botschaft aufmerksam machen. Die elektronische Registrierung erfolgt im passwortgeschützten Onlineverfahren.

Zur Registrierung

Während der Dienstzeiten erreichen Sie die Botschaft unter der Rufnummer +973 17745277, in Notfällen außerhalb der Dienstzeiten erreichen Sie den Bereitschaftsdienst der Botschaft telefonisch und per SMS unter der Nummer +973 39458537. Die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amts finden Sie unter dem unter dem Link "Reise- und Sicherheitshinweise" auf der Webseite des Auswärtigen Amtes

Sie haben zusätzlich die Möglichkeit, einen Newsletter zur Sicherheitslage unter https://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Newsletter/Bestellen_node.html zu bestellen.

Elektronische Deutschenliste (ELEFAND)

Alle Deutschen, die - auch nur vorübergehend - im Amtsbezirk der Botschaft leben, können in eine Krisenvorsorgeliste gemäß § 6 Abs. 3 des deutschen Konsulargesetzes aufgenommen werden. Die Aufnahme in die Krisenvorsorgeliste erfolgt passwortgeschützt im Online-Verfahren. Auch wenn vor Einführung des Online-Verfahrens bereits eine Registrierung erfolgt war, ist eine Neuanmeldung erforderlich, da die bisher manuell geführten Listen durch das neue Verfahren ersetzt werden. Auch Wahlinformationen und sonstige Informationen können online nach Registrierung über die letzte Formularseite angefordert werden. Bitte beachten Sie, dass Sie diese Informationen nur nach Auswahl des entsprechenden Formularfelds online erhalten.